Impfungen
Mit Impfungen können Sie Infektionserkrankungen vermeiden oder deren Verlauf abmildern. Wir führen alle gängigen Impfungen, die von der Ständigen Impgfkommission STIKO empfohlen werden, in der Praxis durch:
A) Standardimpfungen (hier immer vorrätig und normale Krankenkassenleistung):
Empfohlene Impfungen für gesunde Personen ab dem 18. Lj.
1) Tetanus (Wundstarrkrampf)
2) Diphterie
3) Polio (Kinderlähmung)
4) Pertussis (Keuchhusten)
Für alle Personen über 60 Jahre empfiehlt die STIKO die einmalige Impfung gegen Pneumokokken (bakterielle Lungenentzündung, Anm.: Eine Auffrischungsimpfung wird in diesem Fall nicht mehr empfohlen!) sowie jährlich eine Grippeimpfung im Herbst.
Bestimmte chronisch Kranke (z.B. Asthmatiker, Diabetiker) erhalten diese Impfungen schon vor dem 60. Lebensjahr!
Seit Mai 2019 übernehmen die Krankenkassen die Impfung gegen Herpes zoster (Gürtelrose). Sie besteht aus zwei Impfungen mit dem Impfstoff Shingrix im Abstand von zwei bis sechs Monaten.
Impfen lassen können sich alle Personen ab 60 Jahren, Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen und unter bestimmten Medikamenten ab 50 Jahren.
B) Indikationsimpfungen (überwiegend KEINE Kassenleistung, bitte vorher wg. ggf. Bestellung nachfragen!):
Sie sind lediglich für bestimmte Personengruppen bzw. aus bestimmten Gründen (z.B. Beruf, Reisen) empfohlen. Wichtige Reiseimpfungen sind FSME (zeckenübertragene Hirnhaut-/ Gehirnentzündung s.u.) und Hepatitis A (tw. auch Hepatitis B), in bestimmten Regionen/ Ländern auch Meningokokken, Polio, Tollwut, Typhus, Japanische Enzephalitis, ergänzt ggf. durch vorbeugend eingenommene Medikamente gegen Malaria
Gelbfieber-Impfungen können nur von besonderen Impfzentren durchgeführt werden!
zur FSME-Impfung:
Vor Urlaubsreisen Richtung Süddeutschland, Schweiz, Österreich Schweden, Südnorwegen, Baltikum, Polen und Tschechien (vgl. "Zeckenkarte") an eine FSME-Impfung ("Zecken-Impfung") denken, notwendig 3x bis 14 Tage vor Abreise bzw. Auffrischung alle 5 Jahre.
Wichtig: Zecken in Norddeutschland übertragen keine FSME-Viren, aber gelegentlich den Borreliose-Erreger, ein Bakterium. Dagegen kann nicht geimpft werden, jedoch im Verdachtsfall (größer werdende Hautrötungen um den Biss herum, neuaufgetretene Gelenkbeschwerden nach Biss, ev. auch positver Antikörpernachweis im Blut) mit einem Antibiotikum erfogreich behandelt werden.
Wenn Sie weitere Fragen zu Impfungen haben, können Sie sich auch auf der Website des Robert-Koch-Insitutes (rki) informieren.